
Silvio Orlando
Filmografie
Eine der schönsten Städte der Welt bekommt mit „Parthenope“ ein nicht minder spannendes Gesicht: In Neapel zieht die gleichnamige Heldin mit ihrer Ausstrahlung zahllose Männer in ihren Sog und bringt sie nicht selten um den Verstand. Doch mit melancholischer Leichtigkeit widmet sich die junge Anthropologin Parthenope vor allem den philosophischen Fragen der Existenz: Was bedeutet Wissen, wie sehr lohnt sich Liebe, wie trifft uns die Vergänglichkeit? Auf ihrem Lebensweg von der lebenshungrigen Bohemienne zur angesehenen Wissenschaftlerin hat Parthenope romantische, groteske und immer inspirierende Begegnungen - und bleibt dabei unabhängig. Die traumhaften Orte und Menschen reflektieren alle Facetten Neapels. So entsteht ein farbenprächtiges Panoptikum aus Sehnsucht, Verlangen, Einsamkeit und tiefen Brüchen.
Nanni als Giovanni, ein bekannter italienischer Regisseur, der gerade sein Magnum Opus plant. Aber nicht nur muss er seine Hauptdarstellerin überzeugen, dass das Werk über die Gründung der italienischen kommunistischen Partei mitnichten ein Liebesfilm werden wird, aber auch seine Frau will ihn nach langen Jahren verlassen, seine Tochter hat eine Beziehung mit einem Mann, der viel älter ist als er selbst und sein bankrotter französischer Produzent hofft, daß ein Netflix Deal sie alle retten wird. Doch Giovanni wäre nicht Nanni, wenn er nicht mit seiner altmodischen Ironie alle Fäden zusammenhält und sie alle in eine glückliche Zukunft führt.
Der glücklose Filmproduzent Bruno (Silvio Orlando) steckt in der Midlife Crisis, sonnt sich im zweifelhaften Erfolg seiner B-Movies und erlebt, wie sein Wunschprojekt, ein Historiendrama über Columbus, in die Brüche geht. Als Ersatz konzentriert er sich auf ein Traktat über Berlusconi und beginnt gegen alle Widerstände mit der Vorbereitung. Es wird aber auch nicht leicht: Die Beziehung zu seiner Frau Paola (Margherita Buy) scheitert kläglich, die Bank gibt ihm keinen Kredit mehr und Hauptdarsteller Marco (Michele Placido) sucht das Weite.

Das Zimmer meines Sohnes
Drama Tragisches Drama2001•1h 39min
Italien, Frankreich
Regie: Nanni Moretti
Giovanni und Paola leben mit ihren beiden Kindern Irene und Andrea in Ancona, Italien. Giovanni ist Psychoanalytiker und ist vielbeschäftigt. An einem Tag, als er eigentlich mit Sohn Andrea joggen gehen will, wird er zu einem Hausbesuch gerufen. Andrea geht mit Freunden tauchen ..
Gleichzeitig jedoch kehrt immer wieder der Traum vom Musical zurück, und als er Silvio Orlando für die Hauptrolle gewinnen will, stellt sich heraus, dass ebendieser bereits vor neun Jahren für dasselbe Projekt Tanzstunden genommen hatte. Als Moretti schon nach einem Drehtag aufgibt, kann Orlando nicht fassen, diesem Chaoten wieder vertraut zu haben. Die Vorfreude auf das kommende Kind vervollständigt das Durcheinander. Bis Nanni und seine Freundin Silvia Nono sich auf den Namen Pietro einigen, dürfen die Zuschauer einer amüsanten Diskussion folgen. Über die negativen Auswirkungen von Strange Days, «eines solchen Quatsches», auf das Ungeborene ist der werdende Vater nach einem Kinoabend überzeugt. Als Pietro schliesslich offenbar ungeschädigt zur Welt kommt, schreit der Vater in der obligaten Vespa-Szene das Gewicht des Knaben in die Strassen, während alle anderen hupenden Römer sich über den Sieg der Linken freuen.







